Biographie, Kritiken, Filme, CV

(English translation at the end)

Eigenporträt-Mumbai

Renate Thea Schmidt wurde am Niederrhein geboren, Kindheit in Kleve. In der Malerei ist sie Autodidaktin und arbeitet über 30 Jahre als freie Malerin.

Früh beginnt sie zu fotografieren. Nach der Ausbildung als Erzieherin und dem Studium der Literatur- und Theaterwissenschaft (M.A.) an der FU Berlin, widmet sie sich Mitte der 80-iger Jahre, neben bildhauerischer und filmischer Tätigkeit, der Malerei.

Ihre Malerei bekommt eine inspirierende Lebendigkeit, als sie sich Anfang der 90-iger Jahre der fernöstlichen Religion und Philosophie zuwendet. Ihr bleibendes Thema ist die Vergänglichkeit, die Macht der Verwandlung.

Von 2000 – 2005 arbeitet sie als Museumsreferentin im Jüdischen Museum Berlin. Durch ihre Beschäftigung mit den Fragen nach dem Leben und dem Tod arbeitet sie neben ihrer Malerei in der Sterbebegleitung und für kurze Zeit als Bestatterin. Nachdem sie 2009 ein Jahr in einem buddhistischen Zen-Zentrum in den USA gelebt hat, widmet sie sich neben dem Schreiben für Kinder ausschließlich der fernöstlichen Tuschemalerei und der Kalligraphy. (Kazuaki Tanahashi)

Mitglied des BBK-Berlin und der Association of Artists in Ireland

Curriculum Vitae  at the end

Beim Malen2A

Die Künsterlin Renate Thea Schmidt

Die Vita von Renate Thea Schmidt verzeichnet das Jahr 1984 als Beginn ihrer Malerei. Ihr Anfang ist frei von Unsicherheiten. Sie setzt gleichsam mit hoher Intensität und formaler Sicherheit in eigenständigen Bildfindungen ein, und es wird charakteristisch für ihre Werke, dass sie auf einem reich differenzierten geistigen und emotionalen Hintergrund entstehen.

Im abstrakten als auch figürlichen Bereich mit behutsamer Strenge formulierte poetische und expressive Zeichen, die der Dialektik zwischen Spannung und Harmonie, zwischen Beunruhigung und Befriedung folgen.

In einigen Bildern fügt die Malerin figürliche und abstrakte Elemente zusammen und es entsteht eine für ihre Arbeit charakteristische geheimnisvolle Spannung.

In hohem Maß werden die innersten Beweggründe der Malerin in ihren Bildern transzendent, selbst dort, wo abstrakte flächige und geometrische Zeichen sich miteinander verbinden. Höchste Intensität wird aber nicht nur durch den Einsatz etwa leuchtend roter oder blauer Farbe und brennendem Orange erzielt, immer sind feinste grafische Elemente einbezogen, die das sensitive Geschehen auf der Leinwand poetisch verstärken.

In den letzten Jahren ist zu ihrer Malerei ein neues Arbeitsfeld hinzugekommen: Tuschmalerei und Kalligraphie.

The Artist Renate Thea Schmidt

According to the Vita of Renate Thea Schmidt, she began painting in 1984. She started free of uncertainty. Her own first images reflect a high degree of intensity and firm grasp of formal skills. A strongly differentiated intellectual and emotional background becomes characteristic of her work.

Both abstract and figurative forms are poetic and expressive signs created with careful severity, corresponding to the dialect between tension and harmony and between agitation and calm.

In a series of work in which the painter combines both figures and abstract elements, a mysterious tension typical in her work develops.

The high level of intensity is achieved not only from the use of bright shades of red and blue and burning orange, but also through the bold compositions which are created from the massing together of lines and taut arches. Finely drawn graphic elements are consistently incorporated to poetically underscore the sensitive motion revealed on the canvas.

In the last years she added a new sphere to her painting: East Asian ink-painting and calligraphy.

studio

Über meine Arbeit: Vergänglichkeit – Die Macht der Verwandlung

Das zugrundeliegende Thema all meiner Bilder ist die Vergänglichkeit, die Macht der Verwandlung.

Es geht mir um eine Empfindung der Kräfte, die hinter der sichtbaren Welt wirken und ein Bewusstsein für das Nichtsichtbare schaffen.

Unsere Wahrnehmung wird durch eine übergroße Ichbezogenheit beschränkt, die sich über die äußeren Dinge legt. Wenn wir uns aber öffnen für ein unmittelbares Erleben, werden wir uns unserer inneren unbegrenzten Natur bewusst, und wir spüren eine in uns wohnende Kraft.

Ich sehe im Menschen ein geistiges Potential, eine Quelle des Unendlichen, die wir berühren und entwickeln können.

Vielleicht war der Mensch niemals so einsam wie heute, vielleicht standen die materiellen Dinge niemals so hoch über dem Menschen. So geht es um Unmittelbarkeit und um einen ursprünglichen Zugang zur Wirklichkeit.

About my work: Impermanence – the power of transformation

The underlying theme of all my paintings is impermanence, understood as the power of transformation. One of our most essential truth of life is impermanence and hence the related process of transformation.

The working force behind my painting is the desire to penetrate deeply into things, to look behind the appearances of the external world.

For me, it is about the perception of these forces operating behind that which is visible and a corresponding consciousness of the non-visible. Thus it also deals with the experience of the other, the outsider and borders to touch and to cross.

Our perception is limited, because of an excessive self-centeredness which overlays things outside of ourselves. However, if we open ourselves up for a direct experience, we become aware of our inner, non-limited nature and feel the sense of a force dwelling in us.

Inside mankind, I detect a spiritual potential, a source of endlessness that we can contact and develop.

We are both inside the world and the world is within ourselves.

Perhaps man has never been so as lonely as he is today and perhaps material things have never meant so much to him as they do now? Hence, my work concerns itself with immediacy and an undistorted access to reality.

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Biography

Renate Thea Schmidt was born in Lower Rhine, her childhood is weaved in the riverine landscape.

Early she starts to photograph (black/white). After her study with an M.A. in literature and theatre at the FU Berlin, she starts painting in the midst of the 80s besides sculptural and cinematic work.

A strongly differentiated intellectual and emotional background becomes characteristic of her work.

Her painting developed an inspiring vividness after she turned to Far Eastern religion and philosophy in the early nineties. As a museum consultant in Berlin’s Jewish Museum, she was also intellectually stimulated by her engagement with the Jewish faith.

Her remaining theme is the impermanence and the power of transformation. Caused by her occupation with questions of birth and death she works besides her painting in the terminal care and for a short time as undertaker.

After she lived for a year in a Zen Buddhist Centre in the United States, she devoted herself to the East Asian ink-painting and at last the Calligraphy.

Once the fascination of black lines of the branches of the trees before the bright sky had led her to painting, now she is inspired by the black lines of calligraphy.

She worked and lived in: Dublin, London, Madrid, Mumbay, Paris. She lives in Berlin

Member of the Association of Artist in Ireland, and BBK-Berlin.

Filme

Die Malerin Gabriele Schlesselmann, Raum und Figur  (Portrait einer Malerin)

Deutschland 2001 AKM Berlin e.V.
Buch, Text und Regie: Renate Thea Schmidt  Postproduktion: Rainer Heinze
Interview: Jutta Brückner Länge: 29´40 Min
Kamera: Hanspeter Ulrichs, Fred Wulfleben  Copyright: Renate Thea Schmidt
Schnitt: Angelika Hansch, Renate Schmidt

Der Film versucht sich dem Begriff Raum zu nähern. In dem Schaffen von Farbräumen geht es um Grenzen und Grenzüberschreitungen, um Innen und Außen.

Zwischen zwei Dingen ist der Raum. Was geschieht im Zwischenraum zwischen den Menschen? Kein Ding oder Wesen hat eine Eigennatur, sondern formt sich in Beziehung zu allen anderen Dingen, Erscheinungs- und Lebensformen.

In Interviews mit der Malerin Gabriele Schlesselmann nähert sich der Film einzelnen Werken umd Themen. Diese umkreisen immer wieder Raum und Figur, und in diesem Zusammenhang auch die Bedeutung der Farbe und des Materials Gold, dass die Künstlerin in einigen Bildern verwendet in Erinnerung an das Strahlen der byzantinischen Mosaiken, die sie in ihrer in Istanbul verbrachten Kindheit stark beindruckten.

Raum I, Fritz Rahmann

Deutschland 1993 Handelnder: Fritz Rahmann
Regie, Idee: Renate Thea Schmidt Länge: 23 Min
Kamera: Hanspeter Ulrichs, Renate Thea Schmidt Farbe, Ton, Video
Schnitt: Uli Hemberger, Renate Thea Schmidt Copyright: Renate Thea Schmidt

 

Der Film verfolgt die Arbeit eines Künstlers (Fritz Rahmann) im Raum, dessen Tätigkeit sich hier als Arbeit über Wahrnehmung versteht.

Das Interesse liegt auf dem Prozess des Agierens, auf Koexixtenz von vorgegebenem Raum, Zeit und geschaffenem Objekt. Dabei geht es auch um Gegenwart. Die Wahrnehmung bestimmt den Verlauf der Handlung und vergegenwärtigt, zu einer größtmöglichen Dichte zusammengefügt, die verschiedenen Elemente wie den Raum, die Mauern, die Latten, die Farbspuren, die Medien und die mentale Verfassung des Handelnden.

Die Kamera als Teil dieser Arbeit verfolgt das Tun chronologisch. In der Nachproduktion wurde dieser Prozess nicht verletzt, jedoch verkürzt. Über die Handlung sind Auszüge aus einem nachfolgenden Gespräch mit dem Künstler über seine Arbeit gelegt.

Curriculum Vitae

Ab 2010              widme ich meine künstlerische Tätigkeit ausschließlich der fernöstlichen Tuschmalerei und Kalligraphie

                           (Lehrer: Kazuaki Tanahashi)

2009/10             einjähriger Aufenthalt im ZEN Center, Rochester, NY, USA

2006                  Leiterin des Workshops „Malerei – sich selbst erfahren im Malprozess“innerhalb der „Sommerakademie“  Dannenberg

2004-2008          Umzug in den Landkreis Lüchow/Dannenberg, um in ruhiger ländlicher Atmosphäre meine Malerei zu intensivieren.

2000 – 2004       Arbeit als Museumsreferentin im Jüdischen Museum und finde geistige Anregung in der Beschäftigung mit der                                             jüdischen Religion

2001                      Film:  Die Malerin Gabriele Schlesselmann, Raum und Figur, 30 Min Buch, Text und Regie: Renate Thea Schmidt

1997/98                einjähriger Aufenthalt in Dublin, Irland

1990                            Die Hinwendung zum Buddhismus bereichert mein Leben

1993                            Film: Raum I, Fritz Rahmann, 23 Min,Buch,Text und Regie: Renate Thea Schmidt

1989 – 1991               Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei den „Freunden der deutschen Kinemathek e.V., Berlin“.

1988                            Besuch der Internationalen Sommerakademie in Salzburg, Österreich.

1988                           Magister Atrium an der FU-Berlin in den Fächern Literaturwissenschaft (Komparatistik),    

                                  Theater/Filmwissenschaft und Spanisch.

1986/87                     Besuche der Internationalen Sommerakademie in Trier

1984                           Geburt der Tochter Johanna

1984                            Hinwendung zur Malerei. Mein Thema ist die Vergänglichkeit.

1980                           Abitur

1975 – 1977               als Erzieherin arbeite ich in Berlin mit jungen sozial vernachlässigten, minderjährigen Müttern und ihren Kindern,

1953                            geboren am Niederrhein