Filme, Kritiken, Austellungen

(English translation at the end)

Eigenporträt-Mumbai

Renate Thea Schmidt wurde am Niederrhein geboren, Kindheit in Kleve. In der Malerei ist sie Autodidaktin und arbeitet 30 Jahre als freie Malerin.

Früh beginnt sie zu fotografieren. Nach der Ausbildung als Erzieherin und dem Studium der Literatur- und Theaterwissenschaft (M.A.) an der FU Berlin, widmet sie sich Mitte der 80-iger Jahre, neben bildhauerischer und filmischer Tätigkeit, der Malerei.

Ihre Malerei bekommt eine inspirierende Lebendigkeit, als sie sich Anfang der 90-iger Jahre der fernöstlichen Religion und Philosophie zuwendet. Ihr bleibendes Thema ist die Vergänglichkeit, die Macht der Verwandlung.

Von 2000 – 2005 arbeitet sie als Museumsreferentin im Jüdischen Museum. Durch ihre Beschäftigung mit den Fragen nach dem Leben und dem Tod arbeitet sie neben ihrer Malerei in der Sterbebegleitung und für kurze Zeit als Bestatterin. Nachdem sie 2009 ein Jahr in einem buddhistischen Zen-Zentrum in den USA gelebt hat, widmet sie sich neben dem Schreiben für Kinder ausschließlich der fernöstlichen Tuschemalerei.

Mitglied des BBK-Berlin und der Association of Artists in Ireland

Curriculum Vitae  at the end

studio

Über meine Arbeit: Vergänglichkeit – Die Macht der Verwandlung

Das zugrundeliegende Thema all meiner Bilder ist die Vergänglichkeit, die Macht der Verwandlung. Eine der wesentlichsten Kontinuitäten unseres Lebens ist die Vergänglichkeit und die damit verbundene Wandlung.

Die arbeitende Kraft meines Malens ist die Sehnsucht, tief in die Dinge einzudringen, hinter die Erscheinungen der sichtbaren Welt zu schauen. Es geht mir um eine Empfindung der Kräfte, die hinter der sichtbaren Welt wirken und ein Bewusstsein für das Nichtsichtbare schaffen. So geht es auch um die Erfahrung des Anderen, des Fremden und darum, Grenzen zu berühren und zu überschreiten.

Unsere Wahrnehmung wird durch eine übergroße Ichbezogenheit beschränkt, die sich über die äußeren Dinge legt. Wenn wir uns aber öffnen für ein unmittelbares Erleben, werden wir uns unserer inneren unbegrenzten Natur bewusst, und wir spüren eine in uns wohnende Kraft.

Ich sehe im Menschen ein geistiges Potential, eine Quelle des Unendlichen, die wir berühren und entwickeln können. Vor Jahren tauchte der Wunsch in mir auf, ein Bild zu malen, bei dessen Anblick jäh der Schmerz über den Verlust von Etwas empfunden wird, ihn zur selben Zeit bewusst macht und den Wunsch hervorruft, den Verlust auszufüllen. Das Etwas ist wohl das, was über das augenblickliche Dasein, als ein gesondertes, von seiner Umwelt getrenntes Wesen hinausreicht.

Vielleicht war der Mensch niemals so einsam wie heute, vielleicht standen die materiellen Dinge niemals so hoch über dem Menschen. So geht es um Unmittelbarkeit und um einen ursprünglichen Zugang zur Wirklichkeit.

Biography

Renate Thea Schmidt was born in Lower Rhine, her childhood is weaved in the riverine landscape.

Early she starts to photograph (black/white). After her study with an M.A. in literature and theatre at the FU Berlin, she starts painting in the midst of the 80s besides sculptural and cinematic work.

A strongly differentiated intellectual and emotional background becomes characteristic of her work.

Her painting developed an inspiring vividness after she turned to Far Eastern religion and philosophy in the early nineties. As a museum consultant in Berlin’s Jewish Museum, she was also intellectually stimulated by her engagement with the Jewish faith.

Her remaining theme is the impermanence and the power of transformation. Caused by her occupation with questions of birth and death she works besides her painting in the terminal care and for a short time as undertaker.

After she lived for a year in a Zen Buddhist Centre in the United States, she devoted herself to the East Asian ink-painting and at last the Calligraphy.

Once the fascination of black lines of the branches of the trees before the bright sky had led her to painting, now she is inspired by the black lines of calligraphy.

She worked and lived in: Dublin, London, Madrid, Mumbay, Paris. She lives in Berlin

Member of the Association of Artist in Ireland, and BBK-Berlin.

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About my work: Impermanence – the power of transformation

The underlying theme of all my paintings is impermanence, understood as the power of transformation. One of our most essential truth of life is impermanence and hence the related process of transformation.

The working force behind my painting is the desire to penetrate deeply into things, to look behind the appearances of the external world.

For me, it is about the perception of these forces operating behind that which is visible and a corresponding consciousness of the non-visible. Thus it also deals with the experience of the other, the outsider and borders to touch and to cross.

Our perception is limited, because of an excessive self-centeredness which overlays things outside of ourselves. However, if we open ourselves up for a direct experience, we become aware of our inner, non-limited nature and feel the sense of a force dwelling in us.

Inside mankind, I detect a spiritual potential, a source of endlessness that we can contact and develop.

We are both inside the world and the world is within ourselves.

Perhaps man has never been so as lonely as he is today and perhaps material things have never meant so much to him as they do now? Hence, my work concerns itself with immediacy and an undistorted access to reality.

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 The Artist Renate Thea Schmidt

According to the Vita of Renate Thea Schmidt, she began painting in 1984. She started free of uncertainty. Her own first images reflect a high degree of intensity and firm grasp of formal skills. A strongly differentiated intellectual and emotional background becomes characteristic of her work.

Both abstract and figurative forms are poetic and expressive signs created with careful severity, corresponding to the dialect between tension and harmony and between agitation and calm.

In a series of work in which the painter combines both figures and abstract elements, a mysterious tension typical in her work develops.

The high level of intensity is achieved not only from the use of bright shades of red and blue and burning orange, but also through the bold compositions which are created from the massing together of lines and taut arches. Finely drawn graphic elements are consistently incorporated to poetically underscore the sensitive motion revealed on the canvas.

In the last years she added a new sphere to her painting: East Asian ink-painting and calligraphy. Once the fascination of black lines of the branches of the trees before the bright sky had led her to painting, now she is inspired by the black lines of calligraphy.

Curriculum Vitae

1953                            geboren, Kindheit in Kleve, am Niederrhein

1975 – 1977               als Erzieherin arbeite ich in Berlin mit jungen sozial vernachlässigten, minderjährigen Müttern und ihren Kindern,

1980                           Abitur

1984                           Geburt der Tochter Johanna

1988                           Magister Atrium an der FU-Berlin in den Fächern Literaturwissenschaft (Komparatistik),

                                   Theater/Filmwissenschaft und Spanisch.

1986/87                     Besuch der Internationalen Sommerakademie in Trier

1987                            Hinwendung zur Malerei. Mein Thema ist die Vergänglichkeit.

1988                            Besuch der Internationalen Sommerakademie in Salzburg, Österreich.

1989 – 1991               Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei den „Freunden der deutschen Kinemathek e.V., Berlin“.

1990                            Die Hinwendung zum Buddhismus bereichert mein Leben

1993                            Film: Raum I, Fritz Rahmann, 23 Min,Buch, Text und Regie: Renate Thea Schmidt

1997/98                      einjähriger Aufenthalt in Dublin, Irland

2001                            Film:  Die Malerin Gabriele Schlesselmann, Raum und Figur, 30 Min

                                     Buch, Text und Regie: Renate Thea Schmidt

2000 – 2004          Arbeit als Museumsreferentin im Jüdischen Museum und finde geistige Anregung in der Beschäftigung mit der                                                  jüdischen Religion

2004-2008              Umzug in den Landkreis Lüchow/Dannenberg, um in ruhiger ländlicher Atmosphäre meine Malerei zu intensivieren.

                                 Leiterin des Workshops „Malerei – sich selbst erfahren im Malprozess“ innerhalb der „Sommerakademie“

Dannenberg 2006

Ich arbeite in der Sterbebegleitung und als selbständige Bestatterin

2009/10                     einjähriger Aufenthalt im ZEN Center, Rochester, NY, USA

Ab 2010                     widme ich meine künstlerischeTätigkeit ausschließlich der fernöstlichen Tuschemalerei und Kalligraphy

                                   (Lehrer: Kaz Tanahashi)

Filme

Die Malerin Gabriele Schlesselmann, Raum und Figur  (Portrait einer Malerin)

Deutschland 2001 AKM Berlin e.V.
Buch, Text und Regie: Renate Thea Schmidt  Postproduktion: Rainer Heinze
Interview: Jutta Brückner Länge: 29´40 Min
Kamera: Hanspeter Ulrichs, Fred Wulfleben  Copyright: Renate Thea Schmidt
Schnitt: Angelika Hansch, Renate Schmidt

Der Film versucht sich dem Begriff Raum zu nähern. In dem Schaffen von Farbräumen geht es um Grenzen und Grenzüberschreitungen, um Innen und Außen.

Zwischen zwei Dingen ist der Raum. Was geschieht im Zwischenraum zwischen den Menschen? Kein Ding oder Wesen hat eine Eigennatur, sondern formt sich in Beziehung zu allen anderen Dingen, Erscheinungs- und Lebensformen.

In Interviews mit der Malerin Gabriele Schlesselmann nähert sich der Film einzelnen Werken umd Themen. Diese umkreisen immer wieder Raum und Figur, und in diesem Zusammenhang auch die Bedeutung der Farbe und des Materials Gold, dass die Künstlerin in einigen Bildern verwendet in Erinnerung an das Strahlen der byzantinischen Mosaiken, die sie in ihrer in Istanbul verbrachten Kindheit stark beindruckten.

Raum I, Fritz Rahmann

Deutschland 1993 Handelnder: Fritz Rahmann
Regie, Idee: Renate Thea Schmidt Länge: 23 Min
Kamera: Hanspeter Ulrichs, Renate Thea Schmidt Farbe, Ton, Video
Schnitt: Uli Hemberger, Renate Thea Schmidt Copyright: Renate Thea Schmidt

 

Der Film verfolgt die Arbeit eines Künstlers (Fritz Rahmann) im Raum, dessen Tätigkeit sich hier als Arbeit über Wahrnehmung versteht.

Das Interesse liegt auf dem Prozess des Agierens, auf Koexixtenz von vorgegebenem Raum, Zeit und geschaffenem Objekt. Dabei geht es auch um Gegenwart. Die Wahrnehmung bestimmt den Verlauf der Handlung und vergegenwärtigt, zu einer größtmöglichen Dichte zusammengefügt, die verschiedenen Elemente wie den Raum, die Mauern, die Latten, die Farbspuren, die Medien und die mentale Verfassung des Handelnden.

Die Kamera als Teil dieser Arbeit verfolgt das Tun chronologisch. In der Nachproduktion wurde dieser Prozess nicht verletzt, jedoch verkürzt. Über die Handlung sind Auszüge aus einem nachfolgenden Gespräch mit dem Künstler über seine Arbeit gelegt.

Ausstellungen

Einzelausstellungen (Auswahl)

2016 Kirchengemeinde ´Zur Heimat´, Berlin

2006 Samtgemeinde Dannenberg, Neue Arbeiten

2005 Kreishaus Lüchow, Die Macht der Verwandlung

1999 ACUD Kunstverein, Berlin, Wandel im Nichtsichtbaren

1997 Condat-Galerie, Berlin, Menschen Tiere Landschaften

1996 Urban-Krankenhaus, Berlin

1995 Galerie Jasna Schauwecker, Berlin

 

Ausstellungsbeteiligungen

1998-2018 Galerie Zandi, Berlin

2016 Moritz-Arndt-Kirchengemeinde, Berlin

2012 Basiskulturfabrik, Neustrelitz

2014 Moritz-Arndt-Kirchengemeinde, Berlin

2004 Galerie Rotes Haus, Berlin