(Biography - english translation at the end)

Eigenporträt-Mumbai

Renate Thea Schmidt wurde am Niederrhein geboren, Kindheit in Kleve. In der Malerei ist sie Autodidaktin und arbeitet 30 Jahre als freie Malerin.

Früh beginnt sie zu fotografieren. Nach der Ausbildung als Erzieherin und dem Studium der Literatur- und Theaterwissenschaft (M.A.) an der FU Berlin, ist sie in vielen verschiedenen Bereichen tätig (u.a. als Taxifahrerin, Dialogautorin, Museumsreferentin). Mitte der 80-iger Jahre widmet sie sich, neben bildhauerischer und filmischer Tätigkeit, der Malerei.

Ihre Malerei bekommt eine inspirierende Lebendigkeit, als sie sich Anfang der 90-iger Jahre der fernöstlichen Religion und Philosophie zuwendet. Auch der christliche Mystiker Meister Eckehart aus dem Mittelalter beeinflusst sie. Ihr bleibendes Thema ist die Vergänglichkeit, die Macht der Verwandlung.

Von 2000 – 2004 arbeitet sie als Museumsreferentin im Jüdischen Museum. Durch ihre Beschäftigung mit den Fragen nach dem Leben und dem Tod arbeitet sie neben ihrer Malerei in der Sterbebegleitung und für kurze Zeit als Bestatterin. Nachdem sie 2009 ein Jahr in einem buddhistischen Zen-Zentrum in den USA gelebt hat, widmet sie sich neben dem Schreiben ausschließlich der fernöstlichen Tuschemalerei.

1984 Geburt der Tochter Johanna, Mitglied bis 2006 der Association of Artists in Ireland und des BBK-Berlin. Ausstellungen seit 1994.

 

Vergänglichkeit – Die Macht der Verwandlung

Das zugrundeliegende Thema all meiner Bilder ist die Vergänglichkeit, die Macht der Verwandlung. Eine der wesentlichsten Kontinuitäten unseres Lebens ist die Vergänglichkeit und die damit verbundene Wandlung.

Die arbeitende Kraft meines Malens ist die Sehnsucht, tief in die Dinge einzudringen, hinter die Erscheinungen der sichtbaren Welt zu schauen. Es geht mir um eine Empfindung der Kräfte, die hinter der sichtbaren Welt wirken und ein Bewusstsein für das Nichtsichtbare schaffen. So geht es auch um die Erfahrung des Anderen, des Fremden und darum, Grenzen zu berühren und zu überschreiten.

Unsere Wahrnehmung wird durch eine übergroße Ichbezogenheit beschränkt, die sich über die äußeren Dinge legt. Wenn wir uns aber öffnen für ein unmittelbares Erleben, werden wir uns unserer inneren unbegrenzten Natur bewusst, und wir spüren eine in uns wohnende Kraft.

Ich sehe im Menschen ein geistiges Potential, eine Quelle des Unendlichen, die wir berühren und entwickeln können. Vor Jahren tauchte der Wunsch in mir auf, ein Bild zu malen, bei dessen Anblick jäh der Schmerz über den Verlust von Etwas empfunden wird, ihn zur selben Zeit bewusst macht und den Wunsch hervorruft, den Verlust auszufüllen. Das Etwas ist wohl das, was über das augenblickliche Dasein, als ein gesondertes, von seiner Umwelt getrenntes Wesen hinausreicht.

Vielleicht war der Mensch niemals so einsam wie heute, vielleicht standen die materiellen Dinge niemals so hoch über dem Menschen. So geht es um Unmittelbarkeit und um einen ursprünglichen Zugang zur Wirklichkeit.

Ausstellungen

Einzelausstellungen (Auswahl)

2016 Kirchengemeinde Zur Heimat, Berlin

2006 Samtgemeinde Dannenberg, Neue Arbeiten

2005 Kreishaus Lüchow, Die Macht der Verwandlung

1999 ACUD Kunstverein, Berlin, Wandel im Nichtsichtbaren

1997 Condat-Galerie, Berlin, Menschen Tiere Landschaften

1996 Urban-Krankenhaus, Berlin

1995 Galerie Jasna Schauwecker, Berlin

 

Ausstellungsbeteiligungen

2016 Moritz-Arndt-Kirchengemeinde, Berlin

2014 Moritz-Arndt-Kirchengemeinde, Berlin

2004 Galerie Rotes Haus, Berlin

1998-2003 Galerie Zandi, Berlin

1994 Sommerausstellung. Kunstservice Berlin, Galerie Dr. Ch. Müller

1994 Künstler der Galerie Jasna Schauwecker, Berlin

 

Biography

Renate Thea Schmidt was born in Niederrhein in 1953. For 25 years, she worked as a freelance painter, governess and academic with an M.A. in literature and the theatre. She was also active in a number of other fields – as taxi driver, scriptwriter, film-maker and undertaker, amongst others.

Her painting developed an inspiring vividness after she turned to Far Eastern religion and philosophy in the early nineties. As a museum consultant in Berlin’s Jewish Museum, she was also intellectually stimulated by her engagement with the Jewish faith. After she lived for a year in a Zen Buddhist centre in the United States, she devoted herself to writing, above all, for children. She currently works as an unsalaried school mediator and lives in Berlin.